Kopfstand mit Kopfstandhocker nach Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule

Leserfrage: Ich würde gerne wissen was du von einem Kopfstandhocker hältst in Bezug auf die Belastung und Verletzlichkeit der Halswirbelsäule. Ich hatte schon einen Bandscheibenvorfall und würde gerne wissen, ob ein Kopfstand mit dem Hocker ungefährlich wäre oder die Belastung dennoch zu hoch, und es nicht empfehlenswert ist.

Kurzantwort: Generell halte ich einen Kopfstandhocker für unproblematisch, mit einer kleinen Einschränkung. Mehr dazu im Video und/oder im Text dieses Beitrags.

Im Video erwähnte und weiterführende Links

Generell halte ich den Kopfstand mit einen Kopfstandhocker für unproblematisch, auch nach einem Bandscheibenvorfall – allerdings mit einer kleinen Einschränkung.

Beim Kopfstand mit einem Kopfstandhocker erfährt die Halswirbelsäule eigentlich sehr wenig Belastung und kommt auf Zug, wird also entlastet.

Das „Problem“ beim klassischen Kopfstand ist ja, dass die wenigsten Menschen die nötige Kraft und Kontrolle im Bereich der Schultern und des Nackens besitzen, um die Halswirbelsäule zu stabilisieren – egal ob sie den Kopfstand frei oder gegen eine Wand ausführen.

Ein Kopfstandhocker macht den Kopfstand auch Menschen mit schwachem oder empfindlichem Nacken zugänglich. Die Nackenmuskulatur wird weitaus weniger beansprucht und der Kopf kann fei hängen, trotz „schwacher“ Muskulatur oder einem empfindlichen Nacken.

Nun kommt aber eine Einschränkung.

Natürlich muss die Nackenmuskulatur auch mit Kopfstandhocker ein wenig arbeiten. Wenn die Muskulatur also sehr, sehr schwach ist, kann der Kopfstand selbst mit Kopfstandhocker die Muskulatur überlasten und Verspannungen, Triggerpunkte sowie Schmerzen begünstigen.

In diesem Fall reagieren die Muskeln des Nackens bei vielen Menschen auch sehr empfindlich auf Druck.

Ein Kopfstandhocker entlastet die Muskulatur im Bereich des Nackens und Halses bzgl. ihrer Muskelarbeit. Dafür lastet aber fast das gesamte Körpergewicht auf dem Nacken- und Schulterbereich.

Muskeln wie zum Beispiel der Trapezius werden unter Druck gesetzt – auch wenn dieser durch das Polster verteilt wird.

Für manche Menschen ist dieser Druck zu viel und löst Schmerzen aus.

Fazit: Für die Halswirbelsäule und deren Bandscheiben ist der Kopfstand mit Kopfstandhocker aus meiner Sicht unbedenklich. Macht der Kopfstand mit dem Hocker keine Probleme und liegen keinen anderen Kontraindikationen vor (mit Arzt abklären), dann steht der Verwendung des Hockers nichts im Weg.

Für Menschen mit sehr, sehr schwacher und empfindlicher Muskulatur kann die Belastung trotz Polster und frei hängendem Kopf dennoch zu hoch sein und Schmerz auslösen. Das muss man letztendlich selbst testen.

Bei schwacher und empfindlicher Muskulatur empfehle ich mit Selbstmassagen und sanften Kräftigungsübungen zu beginnen und sich so auf den Kopfstand mit dem Hocker vorzubereiten.

Detaillierte Videoanleitungen und Übungen zur Selbstmassage finden Sie in meinem Online-Kurs: Hals und Nacken. Dort werde ich in naher Zukunft auch Kraft- und Dehnungsübungen veröffentlichen, welche die Selbstmassage ergänzen.

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